Umbau & Neubau

 

 

Aufgabenstellung

  • Denkmalgerechte Sanierung der Hofreite
  • Einbau zeitgemäßer Haustechnik
  • Wohnnutzung unter Einbeziehung bisher nicht genutzter Flächen.

 

 

Entwurfsziel der Architekten

  • Moderne Wohnungen im Bestand, unter Erhalt der Gebäudestrukturen
  • Vorhandene Bauteile in ihrer Wirkung verstärken.
  • Neue Bauteile im Material- und Formensprache aus heutiger Zeit, nicht historisierend
  • Gestaltung des Innenhofes als Gemeinschaftsraum

 

 

Vorhandene Bausubstanz

Eine barocke Toranlage bildet den Eingang in die Hofreite von der Mainzer Straße aus. Das rechte Gebäude mit massivem Erdgeschoß und Fachwerk im Obergeschoß stellt den ältesten Teil der Anlage dar.

Das linke Haus besteht in beiden Geschossen aus Fachwerkwänden , es ist teilunterkellert. Die Scheune bildet den nördlichen Abschluss der Hofreite und besaß eine Durchfahrt zum angrenzenden Feld.

Die Fachwerkwände sind auf einem Natursteinsockel gegründet. Der Straßengiebel ist massiv ausgeführt. Das Sparrendach ruht auf zweifach liegendem Stuhl.

Ein Schuppen mit massivem Erdgeschoß und Fachwerk im Obergeschoß komplettiert die Anlage. Sämtliche Gebäude stehen an den Grundstücksgrenzen


Zeichnung: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt


Bilder: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt

     
Die Gebäude    


Zeichnung: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt

 
     

 

Scharfrichterhaus

Im ehemaligen Scharfrichterhaus wurde eine über drei Geschosse reichende Wohnung eingerichtet, die über eine Stahlwendeltreppe verbunden sind.

 

 

Fachwerkhaus

Im Erdgeschoss wurde eine behindertengerechte Wohnung eingerichtet, im vorderen Bereich entstand eine Wohnung als Maisonette , unter Einbeziehung der vorhandenen historischen Wendeltreppe . Über eine stählerne Außentreppe wird die dritte Wohnung im Obergeschoß erschlossen, die sich auch über das gesamte Dachgeschoß erstreckt, zur besseren Belichtung wurden neue Gauben eingebaut. Ein Zwischenbau verbindet Fachwerkhaus und Scheune, das Flachdach bildet die Terrassen zweier Wohnungen.


Zeichnung: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt

 
     
 
     
     
Scheune    
     

Die östliche Hälfte der Scheune beherbergt in drei Geschossen das Büro des Bauherrn.
Ein durchgehendes Oberlichtband am First lässt genügend Tageslicht in die Scheune herein.

 
   

Zeichnung: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt
 
     

In der westlichen Hälfte der Scheune wurde eine Wohnung untergebracht. Die ehemals bis zum Dach offene Durchfahrt in der Scheune wurde als gestalterisches Element erhalten. In den freien Raum wurden neben den Treppen auch die Bäder eingefügt, die als geometrische Körper (Tonne und Kubus) ablesbar bleiben.

Der sichtbaren alten Fachwerkbundwand wurde eine neue, in Stahl ausgeführte Bundwand gegenübergestellt. Das Scheunentor wurde als großes Glasschiebetor neu interpretiert. Der fließende Übergang zum Außenraum wird in seiner Wirkung durch die Natursteinpflasterung innen und außen noch verstärkt.


Außenanlagen

Der Hof wurde mit unterschiedlich farbigem Betonsteinpflaster mit Rasenfuge versehen. Mit Naturstein gepflasterte Rinnen und Kleinflächen gliedern die große Hoffläche. Ein einheimischer Laubbaum (Buche) bildet einen Mittelpunkt der Hofanlage

 

 
 
     
     
Text: Klaus Mattern, Dipl.-Ing. Architekt